Beichtstuhl: Hort der Geheimnisse

Beichtstühle gehören zur Ausstattung einer katholischen Kirche. Die heutigen dreiteiligen Beichtstühle stammen aus dem 17. Jahrhundert. Besonders in der Barockzeit wurden sie künstlerisch ausgestaltet. In der Mitte sitzt der Priester. Links und rechts können die Gläubigen zur Beichte gehen. Sie bekennen ihre persönlichen Verfehlungen vor Gott und der Priester spricht ihnen Gottes Zuwendung und Vergebung zu und sprich sie von ihren Sünden los.

Seit der Synode von Fritzlar (1234) gab es immer häufiger das Gitterfenster als Trennwand zwischen Priester und Beichtendem. Die bis dahin übliche Absolution durch Handauflegen wurde seitdem abgelöst durch das segnende Kreuzzeichen. Der Priester hat die „strenge Pflicht zur völligen Geheimhaltung“ (LThK) dessen, was er in der Beichte erfahren hat.

Heute findet die Beichte eher außerhalb des Beichtstuhls als Beichtgespräch, bei dem sich Priester und Beichtender gegenübersitzen, statt.

Ein Beichtgespräch können Sie mit den Geistlichen jederzeit vereinbaren.

 

Beichtstuhl St. Peter

Beichtstuhl St. Peter

Beichtstuhl Herz Jesu

Beichtstuhl Herz Jesu

Beichtstuhl St. Cornelius

Beichtstuhl St. Cornelius

 

Die moderne Form der Beichte: das Beichtgespräch

Die moderne Form der Beichte: das Beichtgespräch

 

 


Text und Fotos: Harald Hüller